Gedanken zum Pfoten-Pfad
Das Zauberhalsband, der Handstock und die Satteltaschen:
Warum Hilfsmittel funktionieren, die eigentlich nicht funktionieren können.

Warum Hilfsmittel funktionieren, die eigentlich nicht funktionieren können
Lesedauer: 16 Minuten
In diesem Artikel erfährst du:
- Warum ein "Zauberhalsband" einen Hund sofort vom Leine-Ziehen heilt
- Wie ein einfacher Handstock eine Frau und ihren Hund verwandelt
- Warum Satteltaschen mit Steinen Hunde plötzlich brav machen
- Was Selbstwirksamkeit mit Hundehaltung zu tun hat
- 5 Tests, die zeigen, ob du ein Hilfsmittel brauchst
Viele Menschen denken, ich wäre gegen jegliche Hilfsmittel
Das stimmt nicht. Ich setze Hilfsmittel ein. Nur nicht für Verhaltenstraining beim Hund, sondern für Verhaltensveränderungen bei den Menschen.
Das klingt verwirrend, ich weiß. Deswegen erzähle ich dir drei echte Geschichten aus meiner Arbeit. Geschichten, die zeigen, wie Hilfsmittel funktionieren, die eigentlich gar nicht funktionieren können. Und am Ende dieser Geschichten wirst du verstehen, warum das Wichtigste an einem Hilfsmittel nicht das Hilfsmittel selbst ist, sondern das, was es mit dir macht.
Geschichte 1: Das Zauberhalsband
Ein Mann kam zu mir zu einem Seminar mit seinem großen Hund. Der Hund zog fürchterlich an der Leine. Ansonsten war er eigentlich ganz brav. Der Mann war verzweifelt. Er hatte schon alles probiert, wie er mir erzählte. Alle möglichen Trainingsmethoden, alle möglichen Hilfsmittel, alle möglichen Tipps aus dem Internet. Nichts hatte geholfen.
Ich erkannte nach wenigen Minuten, wo das Problem lag. Aufgrund eines traumatischen Handicaps war der Mann bedauerlicherweise nicht in der Lage, sich klar und deutlich zu positionieren innerhalb der Beziehung zum Hund. Das hatte nichts mit Unwillen zu tun oder mit mangelndem Verständnis. Es war einfach eine Blockade, die tief saß.
Ich suchte nach einer Lösung, die nicht am Hund ansetzte, sondern am Menschen. Nach ungefähr 20 Minuten erzählte ich ihm, dass, wenn wohl die ganzen Übungsstunden nichts bringen würden, ich immer noch etwas in der Hinterhand hätte.
In der nächsten Stunde erzählte ich ihm dann von einem Zauberhalsband. Einem Halsband, das ich von einem alten Hundetrainer und Musher aus Skandinavien bekommen hätte. Ein Halsband, das eine besondere Wirkung habe, wie der Musher entdeckt hat. Denn jedem Hund, dem er es anlegte, zog nicht mehr. Als Musher, also als Zughundsportler, war das natürlich etwas, was nicht in seinem Sinne war. so wurde ihm schnell klar: Jeder Hund, der dieses Zauberhalsband trägt, würde aufhören, zu ziehen. Einfach so.
Ich sah sein Lächeln in seinem Gesicht. Er glaubte mir nicht ganz, aber er wollte es glauben. Und ab da war er fixiert auf dieses Zauberhalsband.
In den kommenden beiden Stunden sprach ich immer wieder davon. Ich erzählte ihm von anderen Hunden, bei denen es gewirkt hatte. Ich baute seine Erwartung auf, Stunde für Stunde. Bis dahin war das Verhalten seines Hundes unverändert. Der Hund zog und zog.
Und dann war es soweit. In der sechsten Stunde holte ich dieses Halsband aus der Tasche. Ich zeigte es ihm, legte es dem Hund theatralisch an, und sofort hörte der Hund auf zu ziehen. Von einer Sekunde auf die andere. Der Mann war überwältigt. Er konnte es kaum glauben. Endlich hatte etwas funktioniert. Endlich hatte er die Lösung gefunden.
Was er nicht wusste: Das Halsband war ein ganz normales Lederhalsband. Nichts Besonderes. Nichts Magisches. Nur Leder und eine Schnalle. Aber für ihn war es ein Zauberhalsband. Und das machte den ganzen Unterschied.
Geschichte 2: Der Handstock
Eine ähnliche Situation hatte ich mit einer Frau. Aufgrund eines Unfalls war sie leicht gehandicapt im Rücken. Sie lief mit dem Oberkörper nach links leicht abgewinkelt. Dadurch konnte sie auch nicht schnell gehen.
Ihr Hund zog an der Leine. Ständig. Sie hatte keine Kraft, ihn zu halten. Sie war frustriert und erschöpft. Ich erklärte ihr das Dilemma und fügte hinzu, dass mit einem einfachen Handstock alle Probleme gelöst sein würden. Sie schaute mich fragend an, und ich führte weiter aus: "Mit dem Handstock kannst du gerade laufen. Und dann sieht dein Hund dich in einer aufrechten Position und kann stolz zu dir hochschauen. Und wenn das der Fall ist, wird dein Hund einfach nur an deiner Seite brav laufen."
In der nächsten Stunde gab ich ihr einen alten Handstock, den ich von einem Nachbarn hatte. Ich zelebrierte die Übergabe. Ich sagte zu ihr, dass sie mit ihm losgehen sollte, den Stock in der linken Hand, damit sie aufrechter gehen würde, und die Leine in der rechten Hand.
Sie tat es. Sie schaute nach vorne und ging. Und der Hund ging sofort brav neben ihr her. Kein Ziehen, kein Zerren, kein Stehenbleiben. Der Hund lief einfach brav.
Sie war sprachlos. Sie konnte es nicht fassen. Endlich konnte sie wieder entspannt mit ihrem Hund spazieren gehen.
Was sie nicht wusste: Der Stock hatte nichts mit dem Hund zu tun. Der Stock hatte etwas mit ihr zu tun. Mit ihrer Haltung. Mit ihrer Sicherheit. Mit ihrer Ausstrahlung.
Geschichte 3: Die Satteltaschen mit Steinen
Die dritte Geschichte ist noch verrückter. Eine Frau rief mich am Telefon an. Sie fuhr mit ihrem Hund Rad, und ihr Hund zog sie dabei, indem er vor dem Fahrrad lief. Klassisches Bikejöring. Das eigentliche Problem kam, wenn andere Hunde entgegenkamen. Dann lief ihr Hund immer zu den anderen Hunden und deren Menschen. Das war natürlich unangenehm und auch nicht im Sinne des Erfinders.
Ich konnte am Telefon schon die Ursache hören. Sie lag klar und eindeutig in der Überzeugung der Frau, dass ihr Hund in diesen Situationen zu den anderen Hunden hinziehen würde. Sie hatte es schon so oft erlebt, dass sie fest davon überzeugt war, dass es immer so sein würde. Sie hatte schon alles versucht, erklärte sie mir, und fing auch an aufzuzählen, was sie schon alles gemacht hätte. Aber es hätte nichts geholfen.
Ich sagte zu ihr, dass ich die Lösung hätte. Sie solle doch einfach an ihr Rad Satteltaschen dranmachen mit ein paar Steinen drin. Dadurch würde der Hund durch das Mehr an Gewicht entsprechend geschwindigkeitstechnisch ausgebremst und er müsse sich so mehr auf das Ziehen konzentrieren und hätte weniger Zeit, sich um die anderen Hunde zu kümmern.
Ich weiß, dass sich das in der Theorie gut anhört. Aber mal ehrlich: Das ist völliger Quatsch. Ein Hund, der zu anderen Hunden ziehen will, wird nicht aufhören zu ziehen, nur weil das Fahrrad ein paar Kilo schwerer ist.
Aber das wusste die Frau nicht, und das war auch gut so. Denn nach einer Woche rief sie mich an und sagte: "Das ist toll! Seit ich die Satteltaschen mit den Steinen dabei habe, läuft mein Hund wunderbar geradeaus. Der interessiert sich gar nicht mehr für die anderen, genauso wie du mir das am Telefon vorausgesagt hast."
Was diese drei Geschichten gemeinsam haben
Diese drei Geschichten haben etwas gemeinsam. In allen drei Fällen hat das Hilfsmittel nicht am Hund gewirkt, sondern am Menschen. Das Zauberhalsband hat den Hund nicht verwandelt. Es hat den Mann verwandelt. Der Handstock hat den Hund nicht verändert. Er hat die Frau verändert. Die Satteltaschen haben den Hund nicht ausgebremst. Sie haben die Frau beruhigt.
Und in dem Moment, in dem sich der Mensch veränderte, veränderte sich auch der Hund. Das ist kein Zufall und ist kein Hokuspokus. Das ist Psychologie. Genauer gesagt: Das ist der Placebo-Effekt kombiniert mit Selbstwirksamkeit.
Was der Placebo-Effekt ist
Der Placebo-Effekt ist gut erforscht. In der Medizin wird er seit Jahrzehnten untersucht. Ein Placebo ist eine Behandlung ohne Wirkstoff. Eine Zuckerpille, eine Scheinoperation osder eine Spritze mit Kochsalzlösung.
Und trotzdem wirkt es. Bei 20 bis 90 Prozent der Menschen, je nach Studie und Situation. Die Schmerzforschung zeigt besonders eindrücklich, wie stark der Placebo-Effekt sein kann. Patienten bekommen eine Schmerzlinderung, obwohl sie nur ein wirkstoffloses Mittel erhalten haben.
Warum funktioniert das?
Weil unser Gehirn auf Erwartungen reagiert. Wenn wir erwarten, dass etwas hilft, dann schüttet unser Gehirn Botenstoffe aus, die tatsächlich helfen. Endorphine bei Schmerzen. Dopamin bei Bewegungsstörungen. Die Erwartung allein kann körperliche Reaktionen auslösen. Und genau das passiert auch in der Beziehung zwischen Mensch und Hund. Wenn du erwartest, dass etwas funktioniert, dann verändert sich deine Haltung, Körpersprache und deine Ausstrahlung. Und der Hund reagiert darauf.
Was Selbstwirksamkeit damit zu tun hat
Selbstwirksamkeit ist ein Begriff aus der Psychologie. Er wurde von Albert Bandura geprägt, einem Psychologen, der viel über Lernen und Motivation geforscht hat. Selbstwirksamkeit bedeutet: die Überzeugung, dass ich selbst etwas bewirken kann, dass ich Kontrolle habe und ich nicht hilflos bin.
Menschen mit hoher Selbstwirksamkeit geben nicht so schnell auf. Sie stellen sich Herausforderungen. Sie glauben an sich selbst. Und sie erreichen ihre Ziele häufiger als Menschen mit niedriger Selbstwirksamkeit.
Und genau das war das Problem bei dem Mann mit dem Hund, der zog. Er hatte keine Selbstwirksamkeit mehr. Er hatte so oft versagt, dass er nicht mehr daran glaubte, dass er etwas ändern könnte. Seine Überzeugung war: "Ich kann es nicht." Das Zauberhalsband hat ihm seine Selbstwirksamkeit zurückgegeben. Plötzlich hatte er wieder Kontrolle. Plötzlich konnte er etwas bewirken. Und diese Überzeugung hat alles verändert.
Die Forschung zeigt, dass Selbstwirksamkeit gelernt werden kann. Durch Erfolgserlebnisse, Vorbilder, Ermutigung. Und manchmal eben auch durch ein Zauberhalsband.
Warum Hilfsmittel funktionieren, die nicht funktionieren können
Die wissenschaftliche Erklärung ist einfach. Das Hilfsmittel gibt dir Sicherheit. Diese Sicherheit verändert deine Haltung. Deine Haltung verändert deine Ausstrahlung. Und deine Ausstrahlung verändert den Hund.
Der Hund reagiert nicht auf das Halsband. Der Hund reagiert auf dich. Auf deine Klarheit. Auf deine Ruhe. Auf deine Überzeugung.
Und je stabiler du bist, umso stabiler ist die Beziehung zwischen dir und deinem Hund. Und je stabiler die Beziehung ist, umso weniger Probleme habt ihr.
Das ist kein Betrug oder Schwindel, sondern das ist angewandte Psychologie. Das ist der Unterschied zwischen einem Trainer, der am Hund arbeitet, und einem Trainer, der am Menschen arbeitet.
Die Frage ist: Warum wenden die meisten Hundetrainer solch simple Dinge nicht an? Weil sie es nicht gelernt haben? Dann war meiner Ansicht nach ihre Ausbildung mangelhaft.
Weil es einfacher ist, am Hund herumzudoktern, als dem Menschen zu sagen, dass er sich ändern oder zumindest seinen Blickwinkel ändern muss? Das ist es bestimmt.
Oder weil der Mensch mit seinem Hund nicht wiederkommt, wenn seine Probleme mit dem Hund gelöst sind, und in der Folge der Hundetrainer weniger verdient? Auch das gibt es viel öfter, als sich die meisten Hundehalter das vorstellen können. Das ist dasselbe Prinzip wie bei Ärzten und Therapeuten, die an gesunden Menschen und Tieren nichts verdienen. Und wenn ihnen das Wasser finanziell bis zum Hals steht, dann.....
Die dunkle Seite: Warum ich diese Tricks jetzt nicht mehr nutzen kann
Ich fürchte, dass nachdem ich diese Geschichten erzählt habe, diese Tricks nicht mehr funktionieren werden. Weil sie durchschaut werden. Der Mann mit dem Zauberhalsband hat mein erstes Buch gelesen und mir danach eine E-Mail geschrieben. Er hatte verstanden, was ich getan hatte. Und er war mir dankbar dafür.
Aber der Trick ist jetzt verbrannt. Jeder, der diese Geschichte liest, weiß jetzt, dass das Zauberhalsband kein Zauberhalsband ist. Und damit verliert es seine Wirkung.
Das ist das Problem mit dem Placebo-Effekt. Er funktioniert am besten, wenn man nicht weiß, dass es ein Placebo ist. Sobald man es weiß, lässt die Wirkung nach.
Aber interessanterweise nicht vollständig. Die neuere Forschung zu "Open-Label-Placebos" zeigt, dass Placebos sogar dann noch wirken können, wenn man weiß, dass es Placebos sind. Wenn man versteht, wie der Mechanismus funktioniert, kann man ihn trotzdem nutzen. Und genau das ist die Botschaft, die du aus diesem Artikel mitnehmen sollst.
Was du für dich mitnehmen kannst
Wenn du etwas hast, was dich im Kontext deines Hundes sicherer macht, dann nutze es. Am Ende des Tages ist es wirklich vollkommen egal, was es ist. Denn alles, was dir Sicherheit gibt, stabilisiert die Beziehung zwischen dir und deinem Hund.
Das kann ein Halsband sein. Ein Stock, Satteltaschen, eine bestimmte Leine, ein Leckerli-Beutel, eine Hundepfeife, ein Ritual vor dem Spaziergang, ein bestimmtes Wort, ein bestimmter Gedanke.
Es spielt keine Rolle, was es ist. Es spielt nur eine Rolle, dass es deine Selbstwirksamkeit erhöht, dass es dir das Gefühl gibt: "Ich kann das, ich habe Kontrolle und bin nicht hilflos." Und in dem Moment, in dem du dieses Gefühl hast, verändert sich alles.
Die 5 Selbsttests: Brauchst du ein Hilfsmittel?
Jetzt kommt der unbequeme Teil. Finde heraus, ob du ein Hilfsmittel brauchst, das deine Selbstwirksamkeit erhöht. Mache diese Tests ehrlich.
Test 1: Glaubst du noch daran, dass du es schaffen kannst?
Der Test: Denk an das Problem mit deinem Hund. Glaubst du tief in dir drin, dass du es lösen kannst? Oder hast du schon aufgegeben?
Niedrige Selbstwirksamkeit: Du denkst: "Ich habe schon alles probiert. Nichts funktioniert. Ich kann es einfach nicht." Du fühlst dich hilflos und überfordert.
Hohe Selbstwirksamkeit: Du denkst: "Ich finde eine Lösung. Vielleicht nicht heute, aber irgendwann." Du gibst nicht auf, auch wenn es schwierig ist.
Warum das wichtig ist: Ohne die Überzeugung, dass du etwas bewirken kannst, wirst du es auch nicht können. Selbstwirksamkeit ist die Basis für Veränderung.
Was das mit dem Seminar zu tun hat: In unserem Seminar arbeiten wir genau daran: an deiner Selbstwirksamkeit. An deiner Überzeugung, dass du es schaffen kannst. Dein Hund zeigt dir sofort, wenn du zweifelst. Und wir helfen dir, wieder an dich zu glauben. Nicht durch schöne Worte und Theorien, sondern durch Handlung und Bewegung, körperlich und geistig.
Test 2: Verändert sich deine Haltung, wenn du an ein Hilfsmittel denkst?
Der Test: Stell dir vor, du hättest ein Hilfsmittel, das garantiert funktioniert. Wie fühlst du dich dann? Verändert sich deine Körperhaltung? Deine Atmung? Deine Ausstrahlung?
Braucht Hilfsmittel: Du fühlst dich sofort sicherer. Deine Schultern gehen nach hinten, dein Atem wird ruhiger, du stehst aufrechter. Das Hilfsmittel gibt dir Sicherheit.
Braucht kein Hilfsmittel: Du fühlst dich auch ohne Hilfsmittel sicher. Deine Haltung ist stabil, unabhängig davon, ob du etwas in der Hand hast oder nicht.
Warum das wichtig ist: Wenn ein Hilfsmittel deine Haltung verändert, dann kann es dir helfen. Nicht weil das Hilfsmittel magisch ist, sondern weil es dir Selbstwirksamkeit gibt.
Was das mit dem Seminar zu tun hat: Wir zeigen dir, wie du diese sichere Haltung auch ohne Hilfsmittel erreichen kannst. Aber bis dahin ist es völlig in Ordnung, ein Hilfsmittel zu nutzen.
Test 3: Hast du schon so oft versagt, dass du nicht mehr an Veränderung glaubst?
Der Test: Wie viele Dinge hast du schon probiert? Und wie oft hat es nicht funktioniert?
Braucht Hilfsmittel: Du hast 10, 15, 20 Dinge probiert. Nichts hat funktioniert. Du bist frustriert und erschöpft. Du glaubst nicht mehr daran, dass sich etwas ändern kann.
Braucht kein Hilfsmittel: Du hast zwar Rückschläge erlebt, aber du glaubst immer noch an Veränderung. Du siehst jeden Versuch als Lernerfahrung, nicht als Versagen.
Warum das wichtig ist: Wiederholtes Versagen zerstört Selbstwirksamkeit. Ein Hilfsmittel kann dir helfen, wieder Erfolgserlebnisse zu haben und deine Selbstwirksamkeit aufzubauen.
Was das mit dem Seminar zu tun hat: Im Seminar erlebst du Erfolgserlebnisse. Nicht durch Tricks, sondern durch echte Veränderung. Aber der Weg dorthin kann über ein Hilfsmittel führen.
Test 4: Vergleichst du dich ständig mit anderen und fühlst dich unzulänglich?
Der Test: Schaust du anderen Hundehaltern zu und denkst: "Die können das. Ich kann das nicht"?
Niedrige Selbstwirksamkeit: Du vergleichst dich ständig mit anderen. Du siehst nur, was sie besser können. Du fühlst dich unzulänglich und unfähig.
Hohe Selbstwirksamkeit: Du siehst andere als Inspiration, nicht als Bedrohung. Du denkst: "Wenn die das können, kann ich das auch lernen."
Warum das wichtig ist: Ständiges Vergleichen zerstört Selbstwirksamkeit. Ein Hilfsmittel kann dir helfen, dich auf dich selbst zu konzentrieren statt auf andere.
Was das mit dem Seminar zu tun hat: Im Seminar arbeitest du mit maximal zwei anderen Teams. Du lernst von ihnen, aber du vergleichst dich nicht. Du konzentrierst dich auf deinen eigenen Weg.
Test 5: Brauchst du äußere Bestätigung, dass du es richtig machst?
Der Test: Kannst du selbst spüren, ob du auf dem richtigen Weg bist? Oder benötigst du ständig jemanden, der dir sagt, dass du es richtig machst?
Braucht Hilfsmittel: Du brauchst ständig Bestätigung von außen. Du fragst dich durchgehend: "Mache ich das richtig?" Du kannst nicht selbst spüren, ob du auf dem richtigen Weg bist.
Braucht kein Hilfsmittel: Du spürst selbst, ob du klar bist oder nicht. Du benötigst keine äußere Bestätigung, weil du dir selbst vertraust.
Warum das wichtig ist: Selbstwirksamkeit bedeutet auch Selbstvertrauen. Ein Hilfsmittel kann dir anfangs Sicherheit geben, bis du lernst, dir selbst zu vertrauen.
Was das mit dem Seminar zu tun hat: Wir geben dir Feedback, aber wir bringen dir auch bei, selbst zu spüren, wann du klar bist. Das ist der Unterschied zwischen Abhängigkeit und Selbstwirksamkeit.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ist es nicht unehrlich, Hilfsmittel zu nutzen, die eigentlich nicht wirken?
Nein. Es ist angewandte Psychologie. Das Hilfsmittel wirkt ja tatsächlich, nur nicht auf den Hund, sondern auf dich. Und das ist das Entscheidende.
Was ist, wenn der Placebo-Effekt nachlässt?
Dann hast du in der Zwischenzeit hoffentlich echte Selbstwirksamkeit aufgebaut. Das Hilfsmittel ist nur eine Brücke. Das Ziel ist, dass du irgendwann ohne es auskommst.
Kann ich mir selbst ein Hilfsmittel aussuchen?
Absolut. Alles, was dir Sicherheit gibt, kann ein Hilfsmittel sein. Ein bestimmtes Halsband, eine bestimmte Leine, ein Ritual, ein Gedanke. Hauptsache, es erhöht deine Selbstwirksamkeit.
Funktioniert das auch, wenn ich jetzt weiß, dass es ein Placebo ist?
Interessanterweise ja. Die Forschung zu "Open-Label-Placebos" zeigt, dass Placebos sogar dann wirken können, wenn man weiß, dass es Placebos sind. Weil man versteht, dass sie die eigene Selbstwirksamkeit erhöhen.
Ist das nicht Selbstbetrug?
Nein. Es ist Selbsthilfe. Du nutzt ein psychologisches Prinzip, um dich selbst zu stärken. Das ist klug, nicht betrügerisch.
Was ist der Unterschied zwischen einem Hilfsmittel und einer Krücke?
Ein Hilfsmittel hilft dir, Selbstwirksamkeit aufzubauen. Eine Krücke hält dich davon ab, selbst stark zu werden. Der Unterschied liegt darin, ob du das Ziel hast, irgendwann ohne es auszukommen.
Warum erzählst du diese Geschichten, wenn die Tricks dann nicht mehr funktionieren?
Weil die Botschaft wichtiger ist als die Tricks. Die Botschaft ist: Deine Sicherheit verändert deinen Hund. Nicht das Hilfsmittel. Wenn du das verstehst, brauchst du keine Tricks mehr.
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Fazit: Alles, was dir Sicherheit gibt, hilft
Die drei Geschichten vom Zauberhalsband, vom Handstock und von den Satteltaschen zeigen dasselbe Muster. Das Hilfsmittel hat nicht am Hund gewirkt, sondern am Menschen. Und in dem Moment, in dem sich der Mensch veränderte, veränderte sich auch der Hund.
Merke dir: Deine Sicherheit ist wichtiger als jede Methode. Dein Vertrauen ist wichtiger als jedes Hilfsmittel. Aber bis du diese Sicherheit und dieses Vertrauen hast, darfst du nutzen, was dir hilft.
Wenn du etwas hast, was dich im Kontext deines Hundes sicherer macht, dann nutze es. Das ist in Ordnung. Denn am Ende des Tages ist es vollkommen egal, was es ist. Alles, was dir Sicherheit gibt, stabilisiert die Beziehung zwischen dir und deinem Hund. Das ist keine Täuschung, keine Schwäche, sondern angewandte Psychologie. Das ist der Unterschied zwischen einem Trainer, der am Hund arbeitet, und einem Trainer, der am Menschen arbeitet.
Und wenn du Begleitung brauchst auf dem Weg zu echter Selbstwirksamkeit, sind wir da.
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