Gedanken zum Pfoten-Pfad

Dein Hund braucht keine Darmsanierung, er braucht dich.

Lisa Pannenberg • 2. September 2026

Von Lisa Pannenberg, Pfoten-Pfad  ·  Lesedauer: ca. 24 Minuten


Zwanzig Hunde, jeden Morgen ein Blick in den Schnee

Ich mache das jeden Morgen. Mit zwanzig Huskys im Kennel gehört es zur Routine, kurz hinzuschauen, wenn ich die Ausläufe reinige. Wie sieht der Kot aus, fest oder weich, glänzt das Fell, wie ist die Stimmung im Rudel. Das ist eine einfache, tägliche Gewohnheit, wenn man mit so vielen Tieren lebt und weiß, dass jeder von ihnen im Winter über sechzig, siebzig Kilometer am Tag ziehen kann und dabei fit bleiben soll.

Lisa Pannenberg mit zwei Alaskan Huskys

Deshalb wurde ich neugierig, als mir Eckard neulich einen Artikel zeigte, den er im Spiegel gelesen hatte. Ein Arzt namens Edzard Ernst, der sich ein Leben lang mit Alternativmedizin beschäftigt hat, schrieb darüber, wie aus dem menschlichen Darm inzwischen eine ganze Wellness-Industrie geworden ist. Ich will das hier nur kurz streifen, denn eigentlich geht es mir um etwas anderes, aber der Kern war: Ein Organ, das sich eigentlich selbst reguliert, wird als kaputt und reinigungsbedürftig verkauft.


Was ich in unseren Seminaren immer wieder höre

Ich erlebe das inzwischen fast jede Woche. Teilnehmer unserer Seminare erzählen uns, oft schon am ersten Tag beim Kennenlernen, dass ihr Hund eine aufwendige und teure Darmsanierung hinter sich hat. Manche berichten von mehreren hundert Euro für Kräutermischungen, Kapseln und Pulver, verteilt über Wochen. Manche erzählen es fast stolz, als hätten sie alles richtig gemacht. Andere erzählen es eher zögerlich, weil sie im Nachhinein selbst nicht mehr sicher sind, ob das wirklich nötig war.

Wenn ich dann frage, was genau vorher untersucht wurde, kommt meistens irritiertes Schweigen. Kein Bluttest, Kotuntersuchung oder Tierarzt, der eine Diagnose gestellt hat, nichts, außer einem Gefühl, dass etwas nicht stimmt, und einem Anbieter, der genau dieses Gefühl bediente.


Der Markt, der aus Angst Geld macht

Ich habe mir angeschaut, was es an entsprechenden Produkten für Hunde gibt, und es hat mich selbst überrascht, wie ähnlich das Vokabular zur menschlichen Wellness-Welt ist. Da gibt es Kräutermischungen, die eine "gründliche innere Reinigung" versprechen, mit dem Hinweis, dass Medikamente, Impfungen und "ungünstiges Futter" den Hund vergiften würden. Es gibt Detox-Pulver mit Mariendistel und Klettenwurzel, die "die Leber entgiften" und "das Lymphsystem anregen" sollen, entwickelt mit wissenschaftlicher Beratung, wie es dann in großen Lettern heißt. Und es gibt sogar Parasitenkuren nach einer gewissen Dr. Hulda Clark, ausdrücklich "auch für Kinder und Tiere" beworben, mit einem Gerät namens Zapper.

Ich frage mich dann immer: Wer erklärt eigentlich, warum ein Organ, das seit zwanzigtausend Jahren zusammen mit dem Hund die Evolution überlebt hat, plötzlich ständig gereinigt werden muss? Mein Verdacht: Niemand, der das ernsthaft belegen könnte. Der Darm ist kein Rohr, in dem sich Schlacken sammeln. Er arbeitet zusammen mit Leber und Nieren an einem hochkomplizierten System, das sich selbst reguliert, jeden Tag, ganz ohne Pulver. Wie genau diese Selbstregulation funktioniert, dazu komme ich gleich noch ausführlich.

Sogar seriöse Tierärzte schreiben das inzwischen offen. Ich bin bei meiner Recherche auf Fachseiten gestoßen, die ausdrücklich sagen, dass Detox-Kuren oder pauschale Darmreinigungen ohne vorherige Diagnostik nicht zu einer wirklich fundierten Behandlung gehören.

Eckard hat übrigens ein ganzes Buch genau solchen Mythen gewidmet. In 50 Mythen und Weisheiten aus der Hundeszene räumt er mit Glaubenssätzen auf, die sich hartnäckig halten, obwohl sie einem zweiten Blick selten standhalten. Genau das Prinzip, das du gerade bei der Darmsanierung siehst, findest du dort noch in vielen weiteren Varianten.

Buchcover: 50 Mythen und Weisheiten aus der Hundeszene von Eckard Wulfmeyer
50 Mythen und Weisheiten aus der Hundeszene

Aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Was wirklich stimmt und was nur weitererzählt wird, in der wohl meinungsstärksten Szene überhaupt.

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Was Influencer in den Kot ihres Hundes hineinlesen

Es gibt inzwischen Hundehalter-Influencer mit großer Reichweite, die genau das tun, was aus der menschlichen Wellness-Szene bekannt ist. Sie fotografieren die Hinterlassenschaften ihres Hundes und präsentieren das Bild als Beweis für einen Parasitenbefall. Was sie zeigen, gehört meistens ganz normal in einen gesunden Hundekot hinein: Schleimhautreste, unverdaute Pflanzenfasern, gelegentlich Futterreste, die einfach nicht vollständig aufgeschlossen wurden, meistens von Obst und Gemüse. Ob aus schlichter Unwissenheit oder weil sich mit der Angst der Zuschauer eben besser Produkte verkaufen lassen, das kann ich nicht beurteilen. Was ich beurteilen kann: Was dort gezeigt wird, hat mit einem echten Wurmbefall in den allermeisten Fällen nichts zu tun.

Bei Hunden ist es leider genauso. Ich habe schon Fälle gehört, in denen Menschen ihren Hunden aggressive, teils ätzende Naturheilmittel gegeben haben, weil sie überzeugt waren, ihr Hund sei von Parasiten befallen, obwohl kein einziger Tierarzt das je bestätigt hatte. Was dann tatsächlich austrat, war meistens gereizte, abgelöste Darmschleimhaut. Also genau das, was die Kur selbst verursacht hatte.


Was eine echte Diagnose bedeutet, und was danach kommt

Wenn dein Hund wirklich einen Parasitenbefall hat, dann gehört er zu einem Tierarzt, der das seriös diagnostiziert und mit echten, dafür zugelassenen Medikamenten behandelt. Nicht zu einem Onlineshop mit Wermut und Schwarzwalnuss. Das kann sonst schlimme Folgen für deinen Hund haben.

Eine seriöse Diagnose beginnt mit einer Kotprobe, idealerweise gesammelt über drei aufeinanderfolgende Tage, weil Parasiten ihre Eier nicht kontinuierlich ausscheiden und eine einzelne Probe leicht einen bestehenden Befall übersieht. Im Labor wird die Probe im sogenannten Flotationsverfahren untersucht, bei bestimmten Erregern wie Giardien kommt zusätzlich ein spezifischer Antigentest zum Einsatz, der empfindlicher ist als die klassische Mikroskopie. Erst wenn feststeht, um welchen Parasiten es sich tatsächlich handelt, Spulwürmer, Hakenwürmer, Bandwürmer, Giardien oder etwas anderes, macht eine Behandlung überhaupt Sinn. Denn jedes dieser Mittel wirkt gezielt gegen ganz bestimmte Strukturen im Stoffwechsel des jeweiligen Parasiten. Ein Präparat gegen Bandwürmer hilft nicht gegen Giardien, und umgekehrt. Genau deshalb ist die pauschale "Alles raus"-Kur aus dem Internet auch aus rein biologischer Sicht Unsinn, sie kann gar nicht gezielt wirken, weil sie gar nicht weiß, wogegen sie überhaupt wirken soll.

Was viele nicht wissen: Die Wirkstoffe zugelassener Entwurmungsmittel setzen genau an solchen Strukturen an, die im Körper des Hundes selbst gar nicht oder in völlig anderer Form vorkommen. Deshalb sind ernsthafte Nebenwirkungen selten, meistens bleibt es, wenn überhaupt, bei einer kurzen Verstimmung des Magen-Darm-Trakts, ähnlich wie nach verdorbenem Futter.

Vielleicht fragst du dich an dieser Stelle, ob ich hier nicht einfach für die Tierärzteschaft Werbung mache. Kann ich verstehen, muss ich aber deutlich verneinen. Wer mich aus unseren Seminaren kennt, weiß, dass ich mit Kritik an Tierärzten nicht hinterm Berg halte, weder öffentlich noch am Terrassentisch mit unseren Teilnehmern. Ich habe genug erlebt, wo mit beiden Augen auf das zu verdienende Geld geschaut wurde und mit geschlossenen Augen auf das, was der Hund tatsächlich gebraucht hätte. Unnötige Zusatzuntersuchungen, Behandlungen, die eher der Praxiskasse als dem Tier dienten, Diagnosen, die verdächtig oft genau zu dem passten, was die Praxis gerade im Angebot hatte. Das gibt es, und ich spreche das aus.

Trotzdem bleibt mein Rat derselbe. Bei einem echten Verdacht auf Parasiten gehört dein Hund zu einer Diagnose, die diesen Namen auch verdient. Der Unterschied zwischen einem seriösen Tierarzt und einem Onlineshop mit Wermut ist nicht, dass der eine unfehlbar wäre und der andere nicht. Der Unterschied ist, dass der eine wenigstens eine echte Untersuchung macht, bevor er dir etwas verkauft.


Natürliche Vorbeugung, die wirklich etwas bringt

Ich werde oft gefragt, ob es nicht doch natürliche Wege gibt, seinen Hund vor Parasiten zu schützen. Die ehrliche Antwort: Kokosöl, Kürbiskerne oder Kräutermischungen haben in keiner seriösen Untersuchung eine zuverlässige Wirkung gezeigt. Das European Scientific Counsel Companion Animal Parasites, kurz ESCCAP, die maßgebliche Fachorganisation für Parasitenschutz bei Haustieren in Europa, rät sogar ausdrücklich von solchen Naturheilmitteln zur Vorbeugung ab, gerade weil bei ihnen weder Wirkung noch Sicherheit geprüft sind.

Was aber tatsächlich hilft, ist überraschend unspektakulär. Kot sofort aufsammeln, auch im eigenen Garten, denn die meisten Wurmeier brauchen Zeit in der Umwelt, um überhaupt ansteckend zu werden. Kein Trinken aus Pfützen, weil sich dort Giardien und Wurmeier über stehendes Wasser verbreiten können. Konsequenter Flohschutz, weil Flöhe selbst Bandwürmer übertragen. Und für alle, die roh füttern, wie ich das mit meinen Huskys mache: Rohes Fleisch vor der Verfütterung mindestens sieben Tage bei minus zwanzig Grad einfrieren, das tötet Bandwurmfinnen zuverlässig ab.

Und dann ist da noch etwas, das oft übersehen wird, weil es so einfach klingt: einmal täglich füttern statt über den Tag verteilt in kleinen Portionen. Der Magen eines Hundes ist physiologisch auf große, seltene Mahlzeiten ausgelegt, ähnlich wie bei einem Wolf, der nach der Jagd auf einmal viel frisst und danach lange Pausen hat. Bei ständigem Snacken bleibt der Magen dauerhaft in einem Zustand erhöhter Säureproduktion, was auf Dauer die Schleimhaut reizen kann. Ein klarer, ruhiger Fütterungsrhythmus ist damit selbst schon eine Form von Vorbeugung, nicht gegen Parasiten direkt, aber für ein Verdauungssystem, das insgesamt widerstandsfähiger arbeitet.

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Wie sich der Darm ganz von allein wieder erholt

Das ist für mich der eigentlich spannende Teil, weil er zeigt, wie wenig Hilfe von außen dieses Organ tatsächlich benötigt.

Die Zellen, die die Darmschleimhaut deines Hundes auskleiden, gehören zu den am schnellsten erneuernden Geweben im gesamten Körper. Nach einer akuten Belastung, etwa Durchfall, einer Magenverstimmung oder leichten Reizungen, dokumentieren tierärztliche Quellen eine vollständige Zellerneuerung der geschädigten Darmschleimhaut innerhalb von etwa fünf bis sieben Tagen. In dieser Zeit produziert der Körper aus speziellen Stammzellen am Grund kleiner Krypten kontinuierlich neue Zellen nach, die nach oben wandern und die alten, geschädigten ersetzen. Das passiert nicht, weil ein Präparat es anstößt. Das passiert, weil genau das die Aufgabe dieses Gewebes ist, tagein, tagaus, ein Leben lang.

Wenn du also liest, eine Darmsanierung dauere vier bis acht Wochen, und in dieser Zeit müsse man teure Produkte geben, dann lohnt sich die Frage: Wovon genau soll sich der Darm in dieser Zeit erholen, wenn die eigentliche Zellerneuerung biologisch längst nach einer Woche abgeschlossen ist? Was in den folgenden Wochen meistens wirklich passiert, ist schlicht, dass der Hund sich an ein neues, oft schonenderes Futter gewöhnt, oder dass sich der Halter beruhigt, weil er das Gefühl hat, etwas Aktives getan zu haben. Beides ist wertvoll, aber beides hat wenig mit einer Darmsanierung zu tun.

Drei gesunde Alaskan Huskys
Kein Pulver, keine Kur. Nur ein Körper, der weiß, was er tut.

Der Darm redet mehr mit dem Kopf, als der Kopf mit dem Darm

Jetzt zu dem Teil, der mich persönlich am meisten überrascht hat, als ich anfing, mich über Futter und Verdauung fortzubilden: Der Darm beeinflusst das Verhalten deines Hundes tatsächlich, und zwar nicht nur über die Frage, was für Bakterien dort leben, sondern auch über das, was man Darmaktivität nennen könnte, also die reine mechanische Tätigkeit des Verdauungstrakts.

Der Vagusnerv ist dabei die zentrale Leitung. Er verläuft vom Hirnstamm bis tief in den Bauchraum und verbindet Gehirn, Herz, Lunge und Verdauungstrakt direkt miteinander. Das Interessante daran, worauf Forscher wie Cryan und Dinan bereits 2012 hingewiesen haben: Der überwiegende Teil dieser Nervenfasern läuft vom Darm zum Gehirn, nicht umgekehrt. Der Darm spricht also weit mehr zum Kopf, als der Kopf zum Darm spricht. Wenn der Darm etwa stark gebläht oder unter Spannung ist, registrieren Nervenzellen in der Darmwand genau das und melden über den Vagusnerv so etwas wie Alarm an das Gehirn. Das Gehirn reagiert darauf mit echten Stresssignalen, ganz unabhängig davon, ob äußerlich gerade irgendetwas Bedrohliches passiert.

Dazu kommt die chemische Ebene. Über neunzig Prozent des körpereigenen Serotonins, eines der wichtigsten Botenstoffe für Stimmung und innere Ruhe, wird nicht im Gehirn, sondern im Darm produziert. Diese im Darm gebildeten Botenstoffe aktivieren wiederum vagale Nervenfasern, die direkt in Hirnregionen projizieren, die für emotionale Verarbeitung zuständig sind. Eine 2025 im renommierten Fachjournal Scientific Reports veröffentlichte Studie fand bei Hunden einen messbaren Zusammenhang zwischen der Zusammensetzung der Darmflora und konkreten Angst- sowie Aggressionswerten, mit dem Bakteriengenus Blautia als auffälligstem Marker. Forscher von Purina zeigten in einer placebokontrollierten Studie außerdem, dass die gezielte Gabe des Bakterienstamms Bifidobacterium longum ängstliches Verhalten bei Hunden nachweisbar reduzierte, inklusive niedrigerer Cortisolwerte und ruhigerer Herzfrequenz.

Auch der Fütterungsrhythmus spielt hier direkt hinein. Lange Fresspausen können den Magen reizen, zu häufiges Snacken überlastet die Verdauung, und beides sendet über genau diesen Weg, den Vagusnerv, Signale an ein Gehirn, das darauf mit Unruhe oder Anspannung reagieren kann. Das ist der Punkt, an dem Fütterung, Darm und Verhalten wirklich zusammenlaufen, und genau deshalb widme ich dem Thema Futter demnächst einen eigenen, ausführlichen Beitrag.

Wissenschaftler mahnen dabei zu Recht zur Vorsicht. Eine aktuelle Übersichtsarbeit betont, dass die Forschung zwar vielversprechend ist, aber noch lange nicht abgeschlossen und die Methoden zwischen einzelnen Studien noch zu uneinheitlich sind. Genau das unterscheidet einen seriösen Befund von einer Verkaufsgeschichte. Echte Wissenschaft traut sich zu sagen: Wir wissen es noch nicht ganz genau.

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Was ich in meinem Kennel sehe

Ich kann das aus meinem eigenen Alltag bestätigen, wenn auch nicht mit Studiendesign, sondern mit den Jahren, seit ich mich 2019 in den Schlittenhundesport hineingekniet habe, und mit sehr viel Beobachtung im Schnee. Ein Hund mit stabiler Verdauung ist bei mir fast immer auch der ruhigere, konzentriertere, führbarere Hund. Wenn bei einem meiner Huskys der Kot plötzlich weich wird, schaue ich nicht als Erstes auf Parasiten. Ich schaue auf das, was ich in den letzten Tagen gefüttert habe, auf die Belastung im Training, auf den Stress im Rudel.

Was und wie ich meinen Hunden über das Jahr eigentlich füttere, mit deutlich mehr Energie im Winter während der Renn- und Trainingssaison und spürbar weniger im Sommer, das ist noch mal ein ganz eigenes Thema, dem ich in einem der nächsten Beiträge mehr Raum geben werde. Für heute reicht der Gedanke: Der Darm meiner Hunde ist kein Mysterium, das eine Kur braucht. Er ist ein sehr ehrlicher Spiegel dessen, was im Napf und im Alltag gerade passiert.

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Selbsttest: Verkauft dir gerade jemand Angst?

Selbsttest: Verkauft dir gerade jemand Angst?

Beantworte diese Fragen ehrlich, bevor du das nächste Pulver bestellst.

1. Hat ein Tierarzt die Ursache tatsächlich diagnostiziert?

Kotuntersuchung, im Zweifel Bluttest. Oder basiert der Verdacht nur auf einem Instagram-Post und einem ungewöhnlich riechenden Fell?

2. Wird dir ein Problem beschrieben, bevor überhaupt Symptome da sind?

"Jeder Hund hat Parasiten" oder "die moderne Ernährung vergiftet jeden Hund" sind Sätze, die ein Problem behaupten, bevor du überhaupt geschaut hast. Das ist ein Warnsignal.

3. Verspricht das Produkt eine Wirkung auf fast alles gleichzeitig?

Entgiftet die Leber, unterstützt die Nieren, regt das Lymphsystem an, stärkt das Immunsystem, alles mit einem einzigen Pulver? Je mehr ein Produkt gleichzeitig verspricht, desto weniger davon ist meistens belegt.

4. Gibt es eine seriöse, unabhängige Studie dazu, oder nur Erfahrungsberichte?

Ein zufriedener Kunde ist kein Beweis. Eine placebokontrollierte Studie schon eher.

5. Würde ein Tierarzt, dem du vertraust, das empfehlen?

Wenn du zögerst, weil du die Antwort schon ahnst, hast du sie eigentlich schon.

Auswertung: Wenn du bei mehreren Fragen gemerkt hast, dass du eigentlich schon skeptisch warst, vertrau dieser Skepsis. Sie ist meistens richtig.

Häufig gestellte Fragen zur Darmgesundheit beim Hund

FAQ

Meine Freundin schwört auf eine Darmkur für ihren Hund, und er wirkt seitdem tatsächlich fitter. Wie kann das sein?

Häufig liegt es nicht an der Kur selbst, sondern daran, dass gleichzeitig das Futter umgestellt oder mehr auf den Hund geachtet wurde. Die Aufmerksamkeit und die begleitenden Veränderungen wirken oft mehr als das beworbene Produkt.

Sind Probiotika für Hunde also grundsätzlich Unsinn?

Nein, gar nicht. Bestimmte, gut erforschte Bakterienstämme wie Bifidobacterium longum haben in Studien tatsächlich beruhigende Effekte gezeigt. Der Unterschied liegt darin, ob ein Produkt einen konkreten, erforschten Stamm in ausreichender Menge enthält oder nur allgemein mit "gesunder Darmflora" wirbt.

Mein Hund hat seit Wochen weichen Kot. Ist das gefährlich?

Anhaltender weicher Kot gehört immer zum Tierarzt, nicht zur Selbstmedikation mit Kräutermischungen. Manchmal steckt tatsächlich eine behandlungsbedürftige Ursache dahinter, manchmal ist es schlicht das Futter. Beides lässt sich nur durch echte Diagnostik unterscheiden.

Was hat der Darm mit dem Verhalten meines Hundes zu tun, wenn er nicht krank ist?

Auch bei einem gesunden Hund beeinflusst die Darmflora über Botenstoffe wie Serotonin und über den Vagusnerv die Stimmungslage. Selbst die reine mechanische Aktivität des Darms sendet Signale an das Gehirn. Das ist keine Krankheit, sondern ein ganz normaler Teil davon, wie ein Hund tickt.

Woher weiß ich, ob ein Mikrobiomtest für meinen Hund sinnvoll ist?

Bei Heimtests für Menschen ist die Kritik groß, weil es keinen klaren Referenzwert für ein ideales Mikrobiom gibt und die Ergebnisse nur eine Momentaufnahme sind. Bei Hunden gilt dasselbe. Ohne einen Tierarzt, der die Ergebnisse einordnet und daraus eine echte Konsequenz ableitet, sind solche Tests vor allem eins: teuer.


Was bleibt

Der Darm meiner Hunde ist mir wichtig, jeden Tag. Aber wichtig heißt für mich nicht, ihn ständig zu reinigen, sondern ihn zu beobachten, ihn ernst zu nehmen und ihm das zu geben, was er wirklich braucht. Keine Wunderkur, sondern Aufmerksamkeit, ein klarer Fütterungsrhythmus, und im Ernstfall ein Tierarzt statt eines Onlineshops.

Wenn dich das Thema angesprochen hat, komm gerne bei einem unserer Seminare vorbei. Fünf Tage mit echten Hunden, echtem Alltag, und einem Blick, der nicht auf Instagram-Trends schaut, sondern auf das, was vor dir steht.

Zu den Seminaren

Lisa Pannenberg betreibt einen der größten Alaskan-Husky-Kennel Mitteleuropas, ist WM-Teilnehmerin und fährt seit 2019 mit ihren Schlittenhunden Langstreckenrennen in Skandinavien, keines unter 200 Kilometern. Sie füttert ihre Hunde auch roh, aber nicht nur, und weiß, was es bedeutet, wenn zwanzig Hunde jeden Tag hundertprozentig leistungsbereit sein können.

Hier geht es zur Übersicht aller Artikel in diesem Blog: https://www.pfoten-pfad.de/blog

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Der Wunsch, dem Hund alles zu geben, alles offenzuhalten, nichts zuzumuten, was unangenehm sein könnte. Konflikte vermeiden. Klare Regeln meiden. Auseinandersetzungen umschiffen. Und wenn das alles zu anstrengend wird, lagert man einen Teil der Beschäftigung einfach aus: an YouTube-Videos, an Intelligenzspiele, an Hundedaycare, an Gadgets, die den Hund unterhalten sollen, während man selbst etwas anderes tut. Das klingt fürsorglich, ist aber das Gegenteil davon. Echte Empathie entsteht in echter Interaktion. Sie entsteht dadurch, dass zwei Wesen aufeinandertreffen, unterschiedliche Bedürfnisse haben, und lernen, damit umzugehen. Dass es Reibung gibt, Grenzen, Momente, in denen das eine dem anderen etwas zumutet. Genau diese Reibung fehlt immer öfter. Und ohne Reibung kein Wachstum, weder beim Hund noch beim Menschen. Der Neurowissenschaftler Michael Merzenich hat in jahrzehntelanger Forschung zur Neuroplastizität gezeigt, dass Gehirne sich durch Herausforderungen entwickeln, nicht durch Komfort. Was nicht gefordert wird, bildet sich zurück. Was keine Grenzen erfährt, findet keine Form. Das gilt für Menschen. Und es gilt für Hunde. Was passiert, wenn ein Hund keine Grenzen kennt Aus der Entwicklungspsychologie wissen wir seit den Arbeiten von Jean Piaget und später Erik Erikson, dass Grenzerfahrungen für die Identitätsentwicklung zentral sind. An Grenzen erfährt ein Lebewesen: Das bin ich, und das bin ich nicht. Hier gehöre ich dazu (Familie), und dort sind die anderen. Dieses Wissen um die eigene Identität, das eigene Selbstkonzept, entsteht nicht im Vakuum. Es entsteht in der Auseinandersetzung. Was passiert mit einem Hund, dem diese Auseinandersetzung systematisch erspart wird? Er bleibt auf der Suche. Auf der Suche nach sich selbst, nach Orientierung, nach dem Punkt, an dem jemand sagt: Bis hier und nicht weiter. Und weil er diesen Punkt bei seinem Menschen nicht findet, sucht er ihn woanders. Bei anderen Hunden. Bei Fremden. Beim Paketboten. Beim Nachbarshund durch den Zaun. Das, was wir dann als Aggression, als Pöbeln, als Unberechenbarkeit bezeichnen, ist in Wirklichkeit oft etwas anderes: ein Hund, der verzweifelt nach Struktur sucht, weil er zu Hause keine findet. Diese Hunde wirken nicht glücklich, sie wirken rastlos, angespannt, nie wirklich bei sich. Sie haben alles, und es reicht nicht. Sie sind seelisch hungrig, trotz vollem Napf, trotz Kissen und Quietschtiersortiment. Du möchtest unseren WhatsApp-Newsletter empfangen und auf dem Laufenden bleiben über unsere exklusiven Veranstaltungen, neue Blogbeiträge und Informationen aus erster Hand? Dann melde dich unkompliziert bei unserem WhatsApp-Newsletter an. Einfach auf den Button -> WhatsApp-Newsletter tippen und in Zukunft nichts mehr verpassen. Ein realer Fall: Der Hund, der alles hatte und nichts wollte Ich erinnere mich an eine Frau, die mit ihrem Labrador zu mir ins Seminar kam. Der Hund war fast zwei Jahre alt, bestens versorgt, täglich zweimal ausgedehnte Spaziergänge, abends Agility, am Wochenende Mantrailing. Er hatte Beschäftigung ohne Ende. Und er war miserabel zu führen. Er ignorierte seinen Rückruf, zog an der Leine, schoss auf andere Hunde zu, nicht aggressiv, aber mit einer Intensität, die seine Halterin regelmäßig von den Beinen riss. Sie hatte drei Hundeschulen hinter sich, zwei Einzeltrainer, einen Online-Kurs über Impulskontrolle. Am Ende machte sie selbst für ihren Hund einen Kurs zur Hundetrainerin. Mit dem Erfolg, das sie nun vor mir stand. Als ich sie fragte, ob sie sich vorstellen könne, einfach einmal einen ganzen Tag nichts Besonderes mit ihm zu machen, kein Training, kein Agility, kein Mantrailing, einfach nur leben, schaute sie mich an, als hätte ich ihr etwas Ungeheuerliches vorgeschlagen. "Aber er braucht doch Beschäftigung", sagte sie. "Er wird sonst unruhig." Genau das war der Punkt. Der Hund war nicht unruhig, weil er zu wenig Beschäftigung hatte. Er war unruhig, weil seine Halterin glaubte, er brauche ständig Beschäftigung. Diese Erwartungshaltung, dieses ständige Kreisen der Gedanken um den Hund, hatte sich auf ihn übertragen. Er spürte, dass da immer etwas passieren musste. Und also wartete er immer auf das nächste Etwas, anstatt einfach da zu sein. Am dritten Seminartag ließ ich sie mit ihm einfach nur durch den Wald laufen. Kein Ziel, kein Training, keine Aufgabe. Sie sollte geradeaus gehen und an irgendetwas anderes denken. An den Einkaufszettel. An das Gespräch mit ihrer Schwester. An was auch immer. Nur nicht an den Hund. Nach zwanzig Minuten lief der Hund ruhig an ihrer Seite, schnüffelte entspannt am Wegrand und schaute gelegentlich zu ihr hoch. Nicht aufgeregt. Nicht fordernd. Einfach dabei. Sie hatte Tränen in den Augen. Es gibt Menschen, die ihren Hund einfach überallhin mitnehmen. In die Stadt, ins Café, zum Markt, in den Urlaub. Nicht weil ihr Hund perfekt trainiert ist, sondern weil sie verstanden haben, was einen Hund wirklich alltagstauglich macht. Was das ist und wie das geht, habe ich in meinem Buch "So kannst du deinen Hund überallhin mitnehmen" beschrieben. Respekt ist keine Einbahnstraße Es gibt Länder, in denen Hunde genauso viel Zeit mit ihren Menschen verbringen wie hier, genauso viel Zuneigung bekommen, genauso geliebt werden. Und trotzdem verhalten sie sich anders. Ruhiger. Klarer. Weniger auf der Suche. Der Unterschied ist nicht die Menge der Zuwendung. Der Unterschied ist, dass diese Zuwendung mit einer klaren Gegenleistung verbunden ist. Geben und Nehmen. Das nennt sich Respekt. Und Respekt ist etwas, das kann man sich nicht kaufen. Das kann man nicht trainieren. Es ist etwas, das man sich beim Gegenüber verdienen muss, durch Konsequenz, durch Authentizität, durch die Bereitschaft, eine klare Haltung einzunehmen und dabei zu bleiben. Der dänische Pädagoge und Familientherapeut Jesper Juul hat in seinem Werk "Dein kompetentes Kind" (1995) beschrieben, wie Kinder, die ohne klare Grenzen aufwachsen, nicht freier werden, sondern orientierungsloser. Sie haben mehr Optionen, aber weniger innere Sicherheit. Mehr Freiheit im äußeren Sinne, aber weniger Freiheit im inneren Sinne, weil sie nie gelernt haben, wer sie sind und wo sie hingehören. Was Juul über Kinder schreibt, gilt in bemerkenswerter Weise auch für Hunde. Ein Hund, dem niemand zeigt, wo seine Grenzen liegen, ist kein freier Hund. Er ist ein suchender Hund. Sich nichts gefallen lassen Hier möchte ich etwas sagen, das in der heutigen Hundeszene fast niemand mehr laut ausspricht: Du hast das Recht, dir von deinem Hund nicht alles gefallen zu lassen. Nicht das Anspringen, das Zerren, das Ignorieren, das Anpöbeln anderer, das Beißen. Nicht das Mobbing, denn ja, auch Hunde können ihre Menschen mobben, und es passiert öfter als man denkt. Wir fangen keinen Ärger an, aber wir beenden ihn. Ein Hund, der sich asozial verhält, verhält sich asozial. Das ändert sich nicht dadurch, dass er zuhause lieb und kuschelig ist. Und es ändert sich auch nicht durch das nächste Leckerli, das nächste Training, den nächsten Kurs. Es ändert sich, wenn du aufhörst, es zu dulden. Den meisten Hundehaltern fehlt dabei nicht der soziale Kompass. Der ist meistens tadellos geeicht. Was ihnen fehlt, ist der Glaube an sich selbst, seine Wirksamkeit und das Vertrauen in die eigenen Mittel . Die Überzeugung, dass sie das dürfen. Dass sie keine Erlaubnis brauchen. Dass ihre Grenze ihre Grenze ist, auch gegenüber ihrem Hund. Selbsttest: Verwöhnst du deinen Hund in die Orientierungslosigkeit? Beantworte diese fünf Fragen ehrlich. 1. Vermeidest du Konflikte mit deinem Hund? Wenn dein Hund etwas tut, das dir nicht passt, sagst du es klar? Oder umschiffst du die Situation, lenkst ab, wartest, bis es vorbeigeht? Wie oft gibst du nach, nur um den Frieden zu wahren? 2. Ist dein Hund ständig beschäftigt? Glaubst du, dass dein Hund Beschäftigung braucht, um ausgeglichen zu sein? Hast du das Gefühl, dass du dir schuldig bist, wenn du einen Tag lang nichts Besonderes mit ihm machst? Kannst du einfach nur leben, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben? 3. Wie reagiert dein Hund, wenn er Grenzen erfährt? Wenn du deinem Hund etwas verbietest, wie reagiert er? Akzeptiert er es? Eskaliert er? Testet er, ob du es ernst meinst? Und gibst du nach, wenn er protestiert? 4. Sucht dein Hund ständig nach Reibung? Pöbelt er andere Hunde an? Reagiert er übermäßig auf Fremde? Ist er selten wirklich entspannt, immer auf dem Sprung? Das kann ein Zeichen sein, dass er zuhause die Grenzen und Strukturen nicht findet, die er sucht. 5. Ist dein Hund wirklich zufrieden? Nicht beschäftigt. Nicht versorgt. Zufrieden. Gibt es Momente, in denen er einfach nur da ist, ruhig, entspannt, bei sich? Oder ist er immer in Bewegung, immer auf der Suche, nie wirklich angekommen? Auswertung: Wenn du bei mehreren Fragen ins Stocken geraten bist, dann zeigt dir das nicht, dass du ein schlechter Hundehalter bist. Es zeigt dir, dass du deinen Hund sehr liebst und ihm alles geben willst. Das ist keine schlechte Eigenschaft. Aber Liebe ohne Klarheit ist keine Gefälligkeit für den Hund. Es ist eine Überforderung. FAQ Heißt das, ich soll meinen Hund weniger lieben? Nicht weniger lieben, sondern klarer lieben. Liebe ohne Grenzen ist für ein soziales Wesen wie den Hund keine Befreiung, sondern eine Überforderung. Dein Hund braucht deine Zuneigung und deine Klarheit. Beides zusammen. Mein Hund hat so viel Energie, er muss doch beschäftigt werden, oder? Die Frage ist, woher diese Energie kommt. Ein Hund, der innerlich zur Ruhe kommen kann, hat in der Regel weniger von dieser rastlosen, ungerichteten Energie. Viel Beschäftigung kann das Problem kurzfristig lösen, aber langfristig verstärkt es die Erwartungshaltung. Der Hund lernt: Es passiert immer etwas. Und dann wartet er ständig auf das nächste Etwas. Ich will meinen Hund nicht dominieren. Ist Klarheit nicht dasselbe wie Dominanz? Klarheit und Dominanz sind zwei verschiedene Dinge. Dominanz kommt aus dem Bedürfnis, Macht zu demonstrieren. Klarheit kommt aus der inneren Sicherheit, wer man ist und was man will. Ein Hund, der einem klaren Menschen folgt, folgt ihm nicht aus Angst, sondern aus Vertrauen. Das ist der Unterschied. Was mache ich, wenn mein Hund auf meine Grenzen nicht reagiert? Dann ist die erste Frage nicht, wie du die Grenze durchsetzt, sondern ob du die Grenze selbst glaubst. Hunde reagieren auf innere Klarheit. Wenn du dir selbst nicht sicher bist, ob du das darf oder willst, spürt dein Hund das. Die Arbeit beginnt bei dir. Mein Hund wurde aus dem Tierschutz geholt und hat viel erlebt. Gelten diese Regeln auch für ihn? Ja, gerade für ihn. Ein Hund mit schwieriger Vergangenheit braucht keinen Menschen, der auf Zehenspitzen geht und alles vermeidet, was ihn triggern könnte. Er benötigt jemanden, der stabil ist, der eine klare Haltung hat, der verlässlich ist. Struktur und Klarheit sind für einen unsicheren Hund heilsamer als jede Überfürsorge. Ist es nicht grausam, einem Hund Grenzen zu setzen? Es ist grausam, einem Hund keine Grenzen zu setzen. Nicht im dramatischen Sinne, aber in dem Sinne, dass du ihm etwas vorenthältst, das er zum Leben braucht. Orientierung. Struktur. Das Wissen, wer er ist und wo er hingehört. Ein Hund ohne Grenzen ist kein freier Hund. Er ist ein suchender Hund. Mein Hund ist schon älter, kann man da noch etwas ändern? Ja. Gehirne sind plastisch, das hat die Neuroplastizitätsforschung eindeutig gezeigt. Michael Merzenich hat nachgewiesen, dass sich neuronale Strukturen in jedem Alter durch neue Erfahrungen verändern können. Das bedarf Zeit und Konsequenz. Aber es funktioniert. Was dein Hund wirklich will Dein Hund will nicht dein Hobby sein. Er will nicht dein Projekt sein, nicht dein Therapiepartner, nicht das Zentrum, um das sich alles dreht. Er will dabei sein. Einfach dabei. Er will Abenteuer mit dir erleben, in die Welt gehen, Dinge tun. Er will einen Menschen an seiner Seite, der weiß, wohin er geht, und dem er deshalb vertrauen kann. Das bekommst du nicht durch mehr Intelligenzspiele. Das bekommst du durch Klarheit, durch Konsequenz und durch die Bereitschaft, deinem Hund zuzumuten, was das Leben eben manchmal zumutet. Geht raus mit euren Hunden. Habt Spaß. Seid keine Hasenfüße. Und erklärt ihnen nebenbei eure Regeln. Lasst sie Bestandteil eures Lebens sein, aber nicht mehr. Dann klappt das mit dem respektvollen Miteinander fast von allein. Eckard Wulfmeyer ist Mentalcoach und Verhaltensanalyst sowie Gründer des Pfoten-Pfads in Stinstedt. Er begleitet Hundehalter dabei, ihren eigenen Weg mit ihrem Hund zu finden, fern von Methoden und Gebrauchsanweisungen. Hier geht es zur Übersichtsseite der Bücher über den Pfoten-Pfad.
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